Doppelte Freude zum Jahresabschluss des Jungen Orchesters

Das HHjO hat am 15. und 16. November zwei Konzerte zum Abschluss seiner Probenphase aufgeführt. Die Zuhörer erlebten ein fröhliches Orchester, das aber auch nachdenkliche Töne anklingen ließ. Mehrere kleinere Besetzungen unterstrichen dabei das musikalische Können des Jungen Orchesters.

Mit zwei Konzerten hat das HHjO unter der Leitung von Franka Tomischat seinen Jahresabschluss gefeiert. Zum einen wurde unter dem Motto „Ode to Joy“ das 111. Gemeindejubiläum in Neumünster gewürdigt. Zum anderen konnte das Orchester sein buntes Programm in der Kirche in Hamburg-Borgfelde vorstellen. Stücke wie „Ode to You“ (nach dem 4. Satz aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven), Norwegian Dances von Edward Grieg oder ein Arrangement des 4. Satz aus der 1. Sinfonie von Johannes Brahms berührten an beiden Terminen das Publikum.

Beeindruckt hat die Vielseitigkeit: Neben viel Freude führten Stücke wie Funny Valentine von Jerry Brubaker, in dem das Thema Vielfalt aufgegriffen wird, zu einer nachdenklichen und ergriffenen Stimmung, die von den Musikern auf die Gäste übersprang. Dazu passte, dass sich in Neumünster das Orchester der Unterstützung der Gemeinde für den Kinderschutzbund anschloss und zum Abschluss des Konzertes um Spenden bat. Die Zuhörer waren freigiebig, damit befanden sich mehr als 500,- € für die Arbeit des Kinderschutzbundes in den Geigenkästen, die von Mitspielern bereit gehalten wurden.

Moderiert wurden die Auftritte von Lars Oberländer, Klarinettist im HHjO, der liebevoll und mit viel Humor, aber auch nachdenklich und emotional die Stücke sowie die Besonderheiten des Orchesters dem Publikum nahe brachte. Neben den mehr als 50 Mitspielern des Orchesters traten auch einzelne Musiker in kleineren Gruppen auf und brachten mit hoher Kunst kammermusikalische Werke zu Gehör. Auch hier konnte die Botschaft der Musik den Zuhörern nachhaltig übermittelt werden.

Mit der schwungvollen Irish Suite No. 2 von Leroy Anderson riss das HHjO zum Abschluss der Konzerte seine Gäste buchstäblich von den Stühlen: der nachfolgende Applaus führte zu standing ovations, so dass das Orchester die geforderte Zugabe gerne präsentierte und mit Händels Halleluja einen musikalisch bunten Farbtupfer setzte. Den Abschluss bildete das Lied „Der Tag mein Gott“, bei dem das Orchester das singende Publikum klangvoll unterstützte. Nach dem Konzert fühlte sich die anstehende Winterpause nicht nur für das Orchester als viel zu lange an.